Statement: Die aktuelle Generation


Gestern wurde das iPhone 6 und das 6 Plus von Apple vorgestellt. Bereits im Vorfeld gab es, wie es eben bei Smartphones üblich ist, viele Gerüchte und Leaks um eine neue Displaygröße. Hier fängt schon der Unterschied zwischen Apple und den anderen Herstellern an. Firmen wie Samsung, HTC oder LG haben viele Handys mit jeweils unterschiedlichen Displaygrößen und anderen Spezifikationen im Portfolio, sodass für jeden etwas dabei sein sollte. Apple jedoch hatte bisher nur eine Größe, nur ein Handy pro Jahr, das sie vorzeigen können. Klar, so wird der ganze Fokus auf das gelegt, um das beste herauszuholen. Und dennoch wird genau das nicht erreicht. So haben Flaggschiffe wie das LG G3 Technik, die der von Apple in den iPhones verwendeten scheinbar um Jahre voraus ist.

Ok, letztes Jahr durften wir dann das iPhone 5C erblicken, das exakte iPhone 5, allerdings in Plastik und sagen wir mal hippen Farben. Damit kommen wir zur nächsten Problematik.

Apple Fanboys haben oft nur wenige Argumente: Aluminium, die handliche Größe und dass der Samsung Käufer sich nur kein iPhone leisten kann.

Aluminium und Plastik, beides hat Vorteile. Aluminium fühlt sich hochwertig an und knarrt nicht nach Abnutzung. Plastik ist leicht und austauschbar. Damit ermöglicht eine Plastikhülle zum Beispiel den Austausch des Akkus, sollte er ein mal kaputt gehen. Zudem benutzen die meisten Leute ohnehin eine Hülle zum Schutz, die in der Regel dann auch aus Plastik ist. Ich hab zumindest noch keine Aluhülle gesehen. Zum Glück ist das iPhone 5C nicht aus Plastik! Moment mal…

Viele Fanboys kritisieren dann noch die riesigen Displays zum Beispiel des S5s. Bis zum iPhone 5 hatten die iPhones nur 3,5 Zoll, dann plötzlich 4. Allerdings in einem meiner Meinung nach unerträglichen Format.Und jetzt gibt es dann 4,7 und 5,5 Zoll, was nicht wirklich kleiner ist als viele anderen Android Smartphones. Das Galaxy S3 ist 4,8 Zoll groß und damit nur minimal größer als das iPhone 6. Das Galaxy S5 ist 5,01 Zoll groß und damit knapp eine halben Zoll kleiner als das iPhone 6 Plus. Wow. Was sagen die Fanboys jetzt?

Kommen wir jetzt zum Preis. Ja, Apples Produkte sind unverschämt teuer, das P/L-Verhältnis stimmt vorne und hinten nicht. Darum können sich ja viele Android Nutzer iPhones nur nicht leisten. Mit einem Vertrag kann sich so gut wie jeder jedes Smartphone leisten, und auch ohne kosten Samsung oder andere Flaggschiffe nicht viel weniger, allerdings bekommt man hier was für sein Geld. Nicht alles was glänzt ist Gold.

Um noch ein mal zum Gehäuse zurückzukommen, so ein austauschbarer Deckel, oder wenigstens eine Buchse an der Seite, je nach Gerät, lässt Spielraum für weiteren externen Speicherplatz via micro-SD. So muss man keine 100 Euro ausgeben, um weitere 16 Gigabyte für Apps zu bekommen, sonder kann für etwa 30 Euro sogar 32 Gbyte zu den sowieso schon vorhandenen 16 GB ergattern. Nun gut, in den meisten Fällen belegt das OS noch einen Teil des Speichers, aber selbst dann hat man mit Speicherkarte noch etwa 41 GB zur Verfügung.

Und nun zur Präsenz der selbsternannten Fachpresse, vor allem in den neuen Medien. Die iPhones werden fünf Jahre vor dem eigentlichen Vorstellen fünfhundertmal neu geleakt und zahlreiche Concepts lassen das leichtgläubige Publikum staunen. Alles wird völlig überypt. Klar, iOS klaut bei Android und andersrum. Aber nur mal als Beispiel; der im Homebutton integrierten Fingerabdrucksensor des iPhone 5S wurde hochgelobt. Was die meisten nicht wissen: das HTC One Max, das nur wenige Monate vorher erschien, hatte einen solchen Sensor auf der Rückseite. Zugegeben, nicht so cool wie im Homebutton, aber wer hat das gelobt? Niemand.

Ja, weder Samsung, noch HTC, Sony, LG oder sonst ein Herstelller ist perfekt. Gerade Samsung, die sich mit dem Galaxy Alpha Apple geradezu unterwerfen, aber Apple ist es ebenfalls nicht.

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