Entwicklertagebuch „Raspberry Pi B+“: Die ersten drei Tage


Quelle: https://rasplapse.wordpress.com/2012/06/16/raspberry-pi-wallpaper/

Vorwort: ich bin kein richtiger Entwickler und beherrsche neben HTML so ziemlich keine Programmiersprache, dies ist einfach ein Einblick in meine Erfahrung mit dem Raspberry Pi, kurz RasPi. Warum ich den RasPi trotzdem bestellt habe? Um ein wenig damit rumspielen zu können!

LEDs programmieren, die Raumtemperatur messen lassen und irgendwo ausgeben, irgendwann mal einen Medienserver bauen und um mich einfach in die Marterie des Programmierens einzudringen. Wer eine microSD, Tastatur, Maus, einen Bildschirm sowie ein HDMI Kabel zu Hause hat, wird mit anfangs etwa 34 Euro recht günstig davonkommen.

13. Oktober 2014: Tag des Anschaffens:

Raspberry Pi B+

Gehäuse schwarz

WLAN Stick

Logitech B100 Maus

Cherry KC1000 Tastatur

microSD mit installiertem OS NOOBS

Kühlkörper (für Model A, B und B+

Auf Versand und Ankommen warten Da das Betriebssystem ja auf einer microSD installiert werden muss und ich davon gleich mehrere freie zur Verfügung habe, verzichte ich nichtsahnend auf die Bestellung einer mit vorinstalliertem OS

16. Oktober: Tag der Ankunft aller Geräte: RasPi ins Gehäuse, alles anschließen, an den Monitor, Strom fließt – nichts geschieht. Fehler: OS nicht via Win32DiskImager auf die microSD gezogen. Da der 1.500€ Laptop Probleme mit dem Programm hat → NOOBS microSD mitsamt Adapter aus England bestellt. Eine Woche und zwei Tage warten…

27. Oktober: Endlich ist die microSD im Briefkasten, allerdings bin ich gerade auf dem Weg in den Urlaub und habe keine Zeit, noch den RasPi mitsamt Zubehör einzupacken, daher bleibt die microSD verpackt auf dem Schreibtisch.

31. Oktober, Tag 1: Nach vier Tagen endlich zu Hause. Bevor die Reisetasche ausgepackt wird, mache ich mich erstmal an den RasPi. Ab jetzt zähle ich die Tage und was ich genau mache werdeich notieren. Alles ist angeschlossen, der RasPi bootet. Endlich! Das Interface wirkt sehr simpel, die Einstellungen lassen sich kinderleicht konfigurieren. Das erste was ich mache ist in den Einstellungen das Booten in den Desktop zu aktivieren. Als ich dort ankomme, will ich mich natürlich direkt mit dem Heim-WLAN verbinden. Also WiFi Config öffnen, alles konfigurieren und fertig. Allerdings verbindet sich der Stick andauernd neu mit dem WLAN, was das Surfen im Intenret unmöglich macht. Ich durchforste sämtliche Foren mit dem Smartphone, finde aber nichts, was weiterhilft, daher stelle ich konkret meine Frage.1. November, Tag 2: Ich entferne den WLAN Eintrag meines Routers und verbinde mich neu, und tada: es funktioniert. Das Problem des WLAN Sticks war wohl einfach, dass ich einen falschen Key eingegeben habe. Tja. Nun kann ich also im Internet surfen. Doch schon taucht das nächste Problem auf: das Tastaturen Layout ist in englisch, die Zeichen sind ganz anders belegt als auf der Tastatur abgebildet. Also wieder: Foren durchkämmen. Ich stoße direkt auf einen Eintrag, der Hilft: einfach in der Kommandozeile einen Befehl eingeben, sechs Zeilen von oben das „gb“ in „de“ ändern, reboot und es funktioniert. Problem behoben. Nebenbei: man kann auch die Systemsprache umstellen, was ich getan habe, ist aber keine Pflicht. So, nun ist alles so, wie ich es haben will. Ich öffne den Pi Store, lade mir eine App zum Beat machen runter. Danach ein Tool um Grafiken anzuzeigen und verändern. Dann ein spiel. Noch ein Spiel. Weitere Enttäuschung: das letzte Spiel, ein Shooter, lässt sich nicht installieren, sehr schade. Übrigens: auf der microSD bereits installiert ist Minecraft! Allerdings in der mobilen Version (sieht zumindest so aus) und in der Alpha 0.1.1. Ebenfalls vorinstalliert sind sämtliche Programme um zu programmieren. Da das aber fast gar nicht mein Gebiet ist, lass ich es erstmal und versuche in den nächsten Tagen eine Sprache zu erlernen. Was neben Englisch und Latein ja noch nicht genug ist… Zum Browser: ich benutze den Epiphany Browser. Chrome wird wohl nicht laufen, Mozilla ebenfalls nicht, den Internet Explorer will ich erst gar nicht. Diverse Seiten ansurfen: web.de lädt sehr langsam, Facebook wird in der mobilen Seite angesurft, das deutsche RasPi Forum lädt nahezu einwandfrei und relativ schnell. Youtube bringt den Browser erst zum Hängen, dann zum Abstürzen. Netflix geht aufgrund des fehlenden Windows Silverlight Plugins nicht. Ich habe mir die App RasPi Check auf mein Android Smartphone heruntergeladen, um einen Überblick über den Raspberry Pi zu bekommen und verschiedene Kommandos wie z.B. Neustart oder Anhalten des Systems auszuführen. Doch: ich habe anscheinend den SSH Server falsch konfiguriert. Mithilfe eines Forumbeitrags und etwas, was ich immer noch nicht genau weiß was es war, ist aber alles richtig eingestellt und ich kann mich verbinden. Juhu! Neustarten funktioniert, und ich kann sehen wie warm die CPU ist, wieviel Speicherplatz ich noch frei habe, wie stark das Gerät ausgelastet ist ect. Die App ist also nur zu empfehlen. Ich lade mir abends noch LibreOffice herunter, dank meines Kaff-Internets dauert das aber.

Quelle: http://www.adafruit.com/images/1200×900/1914-01.jpg

2. November, Tag 3: es ist gegen gegen 0:20, als LibreOffice endlich komplett heruntergeladen und istalliert wurde. Hat rund 40 Minuten gedauert. Ich schreibe seit circa 30 Minuten dieses Entwicklertagebuch, und es ist Sonntag. Morgen beginnt die Schule wieder nach einer Woche Ferien und einer Woche des Krankseins. Ich werde dennoch im Internet nach Projekten suchen, da ich noch nicht genau weiß, was ich mit dem RasPi anstellen soll. Vielleicht ein Medienserver auf einer anderen microSD und auf der jetzigen ein kleiner normaler PC? Mal schauen was sich ergibt. Zu bemerken ist: trotz 700 Mhz Singlecore und 512 MB RAM ist der RasPi relativ schnell, LibreOffice läuft flüssig und ein Jump-and-Run Game ebenfalls. Auch wenn es sehr einfach ist, das Gerät zu übertakten, ist es nicht zu empfehlen! Und trotzdem ahbe ich es getan, und ihn auf 900 Mhz übertakten lassen. Der Prozessor wird schnell heiß und es müssen Kühlkörper, die ich übrigens schon im Vorfeld bestellt habe, einfach der Sicherheit halber, angebracht werden. Zudem kann dies die Lebensdauer des RasPis reduzieren oder erheblichen Schaden anrichten. Neben des WLAN Sticks kann natürlich auch ein Bluetooth Dongle angeschlossen werden, derzeit hätte ich dafür aber keine Verwendung, außer ich schaffe es, Dateien vom Handy auf die microSD und umgekehrt zu senden, aber das bräuchte ich auch nicht. Inzwischen versuche ich, Musik abspielen zu lassen. Ich bin ein Mensch der, wann immer möglich Musik hört. Wenn ich am Pi arbeite, möchte ich das natürlich auch und dabei dann nicht mein Handy benutzen. Da der RasPi von Haus aus keinen MP3-Player zu haben scheint, muss ich den externen Player „XiX“ aus dem Pi Store herunterladen und installieren.Zunächst klicke ich mich durch ein Menü, dass ich null verstehe. Nach einem Neustart der App sucht der Player allerdings nach Musiktiteln und findet welche, ob das alle aus dem angeschlossenen USB Stick sind, kann ich nicht sagen, dafür isz das zu viel Musik. Während des Abspielens von Musik hängt der Player an sich und andere Anwendungen bringen ihn zusätzlich zum Ruckeln, was den Musikgenuss natürlich unheimlich stört. Noch am selben Tag gegen Mittag nach vier Stunden Schlaf versuche ich, aus dem RasPi eine Art PrintServer zu machen. Also Treiber und alles herunterladen, installieren, und nach 10 Minuten ist es dann fertig. Doch funktioniert es? Nein. Also die Sache wieder verwerfen und wann anders versuchen. Inzwischen ist der MP3-Player fertig konfiguriert und ich habe einen Überblick, eine App für Videos und andere Medien ist nun ebenfalls installiert, allerdings noch nicht getestet, wird aber demnächst geschehen. Vorraussichtlich demnächst werde ich eine weitere microSD mit Raspbian versehen und daraus einen Cloud Server machen, was dank der App „BarracudaDrive“ möglich wird. Bis dahin werden allerdings noch ein paar Tage vergehen. Am frühen Abend entscheide ich mich, den MP3-Player zu deinstallieren und stattdessen die App „Scamp“ für jegliche Medien zu verwenden, egal ob Video oder Musik. Allerdings funktionieren .m4a-Dateien nicht, was den Musikgenuss erneut beeinträchtigt, dafür läuft alles flüssig.

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